Maisernte erhöht Unfallrisiko mit Wildschweinen am Tage

(Berlin, 28. September 2012). Großfamilie muss umziehen und sucht neue Bleibe: Die Maisernte ist bundesweit in vollem Gange und damit verlieren viele Wildschweinrotten ihre Sommerunterkunft. Beunruhigt von den Landmaschinen sind sie, entgegen ihrer Gewohnheit, nun verstärkt auch am Tage unterwegs – auf der Suche nach einem Winterquartier. Das Unfallrisiko steigt damit erheblich, teilte heute der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) mit. Die bis zu 40 Tiere starken Familienverbände queren jetzt unverhofft die Straßen, insbesondere entlang von unübersichtlichen Maisfeldern. Der DJV ruft Autofahrer dazu auf, besonders umsichtig zu fahren.

Um mehr als 20 Meter verkürzt sich der Bremsweg bei einer Autofahrt mit Tempo 80 statt 100. Unter Umständen ist das lebenswichtig zu wissen, denn: In Deutschland kracht es alle zweieinhalb Minuten zwischen Auto und Wildtier. Allein 28.000 Unfälle gingen dabei im vergangenen Jahr auf das Konto der Wildschweine, dies zeigt die jährliche DJV-Wildunfallstatistik. Aktuelle Zahlen werden im November dieses Jahres veröffentlicht. Die gemeldeten Unfälle mit den Schwarzkitteln schwanken von Jahr zu Jahr deutlich. Das liegt am Bestand, der durch Witterung und Nahrung jährlich stark variiert. Wildschweine sind sehr mobil. Sie legen auf der Suche nach Futter bis zu 20 Kilometer am Tag zurück. Dabei machen sie keinen Halt vor Straßen.

Die Borstentiere lieben Deutschland: Grund ist die ganzjährig gute Ernährungssituation. Die Anbauflächen für Nutzpflanzen wie Mais, Raps und Getreide nehmen zu. Die für Mais haben sich in den vergangenen 30 Jahren fast verdreifacht. Er ist beliebt für die Biogasproduktion und Wildschweine schlemmen ihn gern. Die Felder wirken wie ein Magnet auf den anpassungsfähigen Allesfresser. Zudem profitieren Wildschweine

vom Klimawandel mit milden Wintern. Ein internationaler Trend: In Österreich stieg die Zahl der erlegten Tiere im Vergleich zu 1975 um den Faktor 10 und in Polen um den Faktor 4. Sogar in Asien ist der Schwarzkittel heimisch geworden. In Japan beispielsweise ist die Zahl der Jagdstrecke seit 1975 um das 4-fache gestiegen.

In Deutschland erreichen Wildschweine mittlerweile eine Reproduktionsrate von bis zu 300 Prozent im Jahr. Bereits im Alter von fünf Monaten können sie sich fortpflanzen und sogar im Winter kommen Frischlinge zur Welt.

Auf www.jagdnetz.de können die Zahlen der DJV-Wildunfallstatistik unter „Daten und Fakten“ eingesehen werden. Hier geht’s zum direkten Link.

Die Pressegraphik "Tempo und Aufprallgeschwindigkeit" sowie die Broschüre "Besser langsam als Wild" können im Newsroom des DJV heruntergeladen werden. Hier gibt es auch Tipps, wie Unfälle mit Wild verhindert werden können und Hinweise, was nach einem Unfall zu tun ist. Folgen Sie diesem Link.

Weiteres Fotomaterial finden Sie in unserem Archiv hier.

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