Anschuss-Seminar Mai 2015

In unserer Gesellschaft ist ein gesetzlich verankerter Grundsatz, dass vermeidbare Schmerzen oder Leiden von Tieren zu verhindern sind und dieser Tierschutz-Grundsatz hat seit Mai 2002 Verfassungsrang (Art. 20a GG).

Das Ziel einer Nachsuche ist es dabei, das Wild so schnell wie möglich vor zu langem Leiden zu bewahren und zur Strecke zu bringen bzw. schon verendetes Wild zügig auf zu finden.

Spezialisten für Nachsuchen sind sog. Nachsuchegespanne bestehend aus ausgebildeten und anerkannten Nachsucheführern mit ihren Hunden. Letztere zeichnen sich dabei durch eine außergewöhnliche Nasenleistung, Ruhe, Wesensfestigkeit und Finderwillen aus.

Unter fachkundiger Anleitung von Berufsjäger und Nachsuchenführer Helmut Hilpich und unterstützt von Schweißhundeführer Michael Nass aus Puderbach fand am 30. Mai 2015 speziell für unsere frischgebackenen Jungjäger ein Anschuss-Seminar statt, bei dem die Teilnehmer eine Einführung in einen der wichtigsten Bereiche des Jagdbetriebes, der professionellen Nachsuche, erhielten.

Obmann Lothar Schmidt hatte wieder einmal in sein Revier eingeladen und auch HRL Bodo Aller hat es sich nicht nehmen lassen vorbeizuschauen.

Das Ziel des Seminars war es, die Jungjäger damit vertraut zu machen Anschüsse besser „lesen" zu können und die beim Anschuss aufzufindenden Pirschzeichen wie Schweiß, Schnitthaar und Knochen zu finden und zu bestimmen. Dabei gilt es besser einschätzen zu können, wo am Wildkörper der Schuss angetragen wurde. Die richtige Deutung der Pirschzeichen lässt dann eine bessere Planung und Durchführung der Nachsuche zu.

Das Seminar begann mit einem theoretischen Überblick über die alle relevanten Fragen zum Verhalten vor und nach dem Schuss. Was kann ich als Schütze ohne Nachsuchenführer eventuell noch eigenverantwortlich tun und ab wann sollte ich die Arbeit dem professionellen Nachsuchegespann überlassen?

Anhand von an die Wand projizierten Fotos aus realen Nachsuchen erklärte Helmut Hilpich Fachbegriffe wie Anschusskontrolle und Pirschzeichen und ließ es sich nicht nehmen seine Position zu Themen wie Jagdkultur, Jagddisziplin und Waidgerechtigkeit deutlich zu machen. Es wurde sehr schnell deutlich, dass für den verantwortungsvollen Nachsuchenführer immer das Wohl des Wildes im Vordergrund steht. Und dies verbunden mit dem Ziel dem Tier unnötiges Leid zu ersparen.

Nach dem theoretischen Teil ging es ins Revier zum praktischen Teil des Seminars.

Bereits am frühen Morgen hatten Helmut Hilpich, Michael Nass und Lothar Schmidt Pirschzeichen an markierten Stellen im Revier ausgelegt. Freiwillige aus dem Kreis der Jungjäger hatten dann die Aufgabe diese Pirschzeichen zu suchen und zu bestimmen.

Nicht immer war der erste Eindruck der richtige. So etwa bei dem mit hellem Schweiß bedeckten Eichenlaub, welches schnell einen Lungenschuss vermuten ließ. Laut Helmut Hilpich handelte es sich aber eine Knochenmark-Schweiß Mischung, die beim ersten Blick dem Lungenschweiß ähnelt. Erst ein Zerreiben des Pirschzeichens zwischen den Fingern gab dann Aufschluss darüber, dass es sich hier nicht um einen Lungenschuss sondern um einen Laufschuss handeln musste.

Letzte Station der praktischen Einweisung war ein großes, zwischen 2 Bäumen gespanntes Betttuch, vor dem am Morgen aus einiger Entfernung auf einen Wildkörper (Fallwild) geschossen wurde. Eine Vielzahl von kleinen Löchern im Betttuch dokumentierte dabei deutlich den Streukreis der austretenden Munition. Hier wurden deutlich, dass es bei Abgabe eines Schusses wichtig ist das Umfeld des anvisierten Stückes genau zu beachten. In der Nähe stehende Stücke können durch Streuung verletzt werden und durch eine nachfolgende bakterielle Infektion qualvoll verenden.

Nach fast 4 Stunden war das Seminar beendet und die Teilnehmer bedankten sich bei Helmut Hilpich und Michael Nass für die äußerst interessante und lehrreiche Einweisung in das Thema. Zu danken galt es auch unserem Obmann für die Jagdscheinausbildung, Lothar Schmidt, der die Veranstaltung geplant, einen Veranstaltungsraum für den theoretischen Teil organisiert und sein eigenes Revier für den praktischen Teil zur Verfügung gestellt hatte.

Jürgen Hochhäuser

Bildergalerie mit Impressionen vom Anschuss-Seminar!

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