Jagdausbildung

Sie haben Interesse am Erwerb des Jagdscheines?

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e. V. informiert Sie stets umfassend und aktuell unter http://www.ljv-rlp.de/html/jagdausbildung.html über die Möglichkeiten und Voraussetzungen um die Jagdausbildung erfolgreich zu absolvieren. Wenn Sie sich für die Ausbildung hier bei uns im Kreis Neuwied interessieren, dann wenden Sie sich an unseren Obmann für die Jagdscheinausbildung und Mentor Herrn Lothar Schmidt.

Der "Anschuss" bezeichnet die Stelle, an der sich das Wild befand als es beschossen wurde. Die beim Anschuss aufzufindenden Pirschzeichen wie Schweiß, Schnitthaar und Knochen gilt es zu finden und zu bestimmen, um bei krankgeschossenem Wild einschätzen zu können wo am Wildkörper der Schuss angetragen wurde. Die richtige Deutung der Pirschzeichen lässt dann einen Beurteilung über den wahrscheinlichen Ablauf der Nachsuche zu.

Unter fachkundiger Anleitung von Berufsjäger und Nachsuchenführer Helmut Hilpich aus dem Nachbarkreis Altenkirchen, der von Schweißhundeführer Michael Nass aus Puderbach unterstützt wurde, fand am 21. April speziell für unsere Jagdscheinanwärter ein Anschuss-Seminar statt, bei dem die Teilnehmer eine Einführung in einen der wichtigsten Bereiche des Jagdbetriebes erhielten.

img 5156Das Seminar begann mit einem theoretischen Überblick über die alle relevanten Fragestellungen rund um das Thema. Wie verhalte ich mich vor dem Schuss und wie nach dem Schuss? Wie bestimme ich die den Anschuss. Was kann ich als Schütze ohne Nachsuchenführer eigenverantwortlich tun und was auf keinen Fall. Welche Fehler sind zu vermeiden um eine erfolgreiche Nachsuche durch das Nachsuchengespann nicht zu gefährden?

img 5168Durch die Ausführungen von Helmut Hilpich wurde deutlich, dass für den verantwortungsvollen Nachsuchenführer immer das Wohl des Wildes im Vordergrund steht, mit dem Ziel dem Tier unnötiges Leid zu ersparen. Nach dem theoretischen Teil ging es ins Revier zum praktischen Teil des Seminars.

 

img 5168An 4 Stellen im Revier hatten am Morgen Helmut Hilpich, Michael Nass und unser Obmann für die Jagdscheinausbildung, Lothar Schmidt, Pirschzeichen durch Schüsse auf ein unterschiedliche Stellen am Wildkörper eine Stückes Fallwild erzeugt. Freiwillige aus dem Kreis der angehenden Jungjäger hatten dann die Aufgabe diese Pirschzeichen zu suchen und zu bestimmen.

img 5175Nicht immer war der erste Eindruck der richtige. So etwa bei dem mit hellem Schweiß bedeckten Eichenlaub, welches schnell einen Lungenschuss vermuten ließ. Laut Helmut Hilpich handelte es sich aber eine Knochenmark-Schweiß Mischung, die beim ersten Blick dem Lungenschweiß ähnelt. Erst ein Zerreiben des Pirschzeichens zwischen den Fingern gab dann Aufschluss darüber, dass es sich hier nicht um einen Lungenschuss sondern um einen Laufschuss handeln musste.

img 5181Letzte Station der praktischen Einweisung war ein großes, zwischen 2 Bäumen gespanntes Betttuch, vor dem am Morgen aus einiger Entfernung auf einen Wildkörper (Fallwild) geschossen wurde. Eine Vielzahl von kleinen Löchern im Betttuch dokumentierte dabei deutlich den Streukreis der austretenden Munition. Hier wurden deutlich, dass es bei Abgabe eines Schusses wichtig ist das Umfeld des anvisierten Stückes genau zu beachten. In der Nähe stehende Stücke können durch Streuung verletzt werden und durch eine nachfolgende bakterielle Infektion qualvoll verenden.

img 5190Nach 3 Stunden war das Seminar beendet und die Teilnehmer bedankten sich bei Helmut Hilpich und Michael Nass für die äußerst interessante und lehrreiche Einweisung in das Thema. Helmut Hilpich wünschte den Teilnehmers abschließend viel Erfolg für die anstehende Jägerprüfung im Mai.

 

img 5187Zu danken galt es auch unserem Obmann für die Jagdscheinausbildung, Lothar Schmidt, der die Veranstaltung geplant, einen Veranstaltungsraum für den theoretischen Teil organisiert und sein eigenes Revier für den praktischen Teil zur Verfügung gestellt hatte.

 

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