Bericht vom Jagderlebnistag 2013

Bei frischen 16 Grad Außentemperatur und begleitet von einigen Regenschauern erlebten die Kinder Philipp Bourgett, Luca Fleckner, Luka Hein, Luca Jerusalem, Hanna Jungbluth, Sander Klinsky, Fabian Marx, Jan-Niklas Schneider, Jonas Stinner und Simon Potthast in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils am 11. Mai 2013 einen spannenden und erlebnisreichen Nachmittag und Abend im Revier Straßenhaus.

Auf Initiative der Rhein-Zeitung und in Zusammenarbeit mit dem Landesjagdverband unterstützte auch unsere Kreisgrupe die Durchführung des ersten Jagderlebnistages, der an diesem Tag in vielen Kreisgruppen im gesamten Verbreitungsgebiet der RZ stattfand. Wie funktioniert eigentlich der Lebensraum Wald? Welche Wildarten sind typisch in unseren Breiten und welche Rolle spielt die Jägerschaft beim Schutz der Artenvielfalt? Einige von vielen Fragen die an diesem Tag besprochen wurden.

jagderlebnistag 3Michael Proca begrüßte die mit wetterfester Kleidung und Rucksäcken ausgestatteten Teilnehmer um 15 Uhr am Treffpunkt, der Kirmeswiese in Straßenhaus. Dann fuhr man gemeinsam ins Fockenbachtal zur Alexanderhütte die uns freundlicherweise für diesen Tag von Förster Sebastian Grobbel zur Verfügung gestellt wurde.

An der Hütte angekommen, gab Michael Proca einen Überblick über die für den Tag geplanten Aktivitäten und informierte auch über den für den Abend geplanten Höhepunkt des Tages, den Abendansitz von Eltern und Kind gemeinsam mit einem Jäger auf einem Hochsitz im Revier.

jagderlebnistag 10Doch zuerst gab es anhand von mitgebrachten Präparaten einen Überblick über unsere heimischen Wildtiere. Die Kinder erkannten Dachs, Fasan und Frischling und Michael Proca gab Auskunft über Vorkommen, Lebensweise und Verhalten der Tiere. Mit dem Präparat eines abnormen Rehbocks informierte er über Ursache und Hintergrund des Perückengehörn welches dieser zu Lebzeiten hatte.

jagderlebnistag 46Bereits vor Beginn der Veranstaltung hatte Günther Decker gemeinsam mit seiner Ehefrau alles für das leibliche Wohl vorbereitet, und so konnten Kinder und Erwachsene gestärkt durch herzhafte Wildschwein-Steaks und Getränke zum zweiten Aktionspunkt des Tages wechseln. Dem Vortrag über Greifvögel und Frettchen.

Oliver Hachenberg hatte seinen dreijährigen Wanderfalken Modigliani dabei und informierte sehr detailliert über diese Gattung der Greifvögel, die Arbeit des Falkners im Allgemeinen und die Falkenjagd mit Greifvogel und Jagdhund. Aber auch Fragen zu anderen Greifvogelarten wie Sperber oder Steinadler wurde gerne beantwortet.

jagderlebnistag 22Der Regenschauer, der die Teilnehmer zum Umzug in die durch einen Holzofen aufgewärmte Alexanderhütte veranlasst hatte, hatte sich verzogen und wieder im Freien konnten die Kinder etwas über den Habicht sowie die Jagd mit Frettchen erfahren. jagderlebnistag 25Lars Krämer und seine Freundin Julia hatten ihren Habicht sowie 4 Frettchen mitgebracht. Die Frettchen konnten von den Kindern auch angefasst und gestreichelt werden und entwickelten sich schnell zu den Lieblingen des Tages.

 

jagderlebnistag 81Vor der Hütte hatte sich in der Zwischenzeit Werner Stief mit seinen beiden Alpenländischen Dachsbracken Diana (aus der Theerhütte, 6. Behang) und Napoleon (vom Eiskellerberg, 1. Behang), auf seinen Vortrag vorbereitet. Wichtigstes Utensil dabei war eine große Dose mit Weingummi. Denn in einem Frage-Antwort-Spiel bei dem Werner Stief die Fragen stellte und die Kinder antworten mussten, gab es für jede richtige Antwort ein Weingummi. Für alle Erwachsenen und auch anwesende Jäger war es dabei überraschend festzustellen, wie viel die Kinder doch bereits über die Wildtiere des Waldes wissen.
jagderlebnistag 88Ob Dachs, Waschbär oder Schleiereule, vieles wurde auf Anhieb richtig erkannt. Und so leerte sich die Packung mit dem Weingummi sehr schnell. Werner Stief informierte dabei auch über seine Arbeit als anerkannter Schweißhundeführer und Notwendigkeit zur Nachsuche.

 

jagderlebnistag 94Im Anschluss ging es zurück in die Andreashütte zum Bau der Nistkästen. Für jedes Kind gab es einen eigenen Bausatz und unter Mithilfe der Eltern wurden aus den Einzelteilen mittels Kleber, Hammer und Nägeln fertige Nistkästen gebaut. Hier ist der Wunsch der Jäger, dass diese daheim im Garten aufgehängt und ihrer Bestimmung zugeführt werden. Auch wenn es für dieses Jahr zu spät sein wird, so werden sie bestimmt im kommenden Jahr angenommen.

Dann endlich war es soweit. Die Eltern-Kinder Paare wurde Jägern zugeordnet und gemeinsam ging es ins Revier zum 2-stündigen Abendansitz auf die Hochsitze. Da das eine oder andere Kind die Chance nutzte mal etwas direkt von einem "echten" Jäger zu erfahren, war der erfolgreiche Anblick nicht immer sichergestellt. Aber nach der Rückkehr gegen 21 Uhr konnten dann doch die meisten von Böcken, Ricken, Hasen und Gänsen berichten, die gesichtet wurden.

Nach dem Abendansitz trafen sich alle am warmen Holzofen in der Andreashütte und jeder konnte vom Erlebten berichten. Jede Kind erhielt dann noch eine Tasche mit einem Basecap des LJV, reichlich Informationsmaterial zum Thema Jagd sowie einer Auswahl an Wildspezialitäten von Sascha Decker.

Urkunde WaldspürnaseIn Anerkennung dessen, dass die Kinder an diesem Tag viel über den Wald, das Wild und die Jagd gelernt hatten, wurden Sie abschließend von Michael Proca zur "Waldspürnasen" ernannt und jedes Kind erhielt eine Urkunden.

Im Namen der Kreisgruppe bedanket sich Michael Proca bei allen Teilnehmern für ihr Interesse am Jagderlebnistag. Er dankte den Jägern Rainer Gärtner, Julian Lisak, Christel Becker, Alexander Ströder, Werner Stief, Markus Neckenig, Daniel Kaul, Thomas Lehnhardt, Marc Hümmerich und Heinz Simon für die Begleitung beim Abendansitz sowie Sven Bähring und Ralf Schmidt für die organisatorische Begleitung durch den Tag.

Auch die Teilnehmer bedanken sich herzlich und bei der Verabschiedung und es schien, als wären beim Abendansitz auf dem einen oder anderen Hochsitz zwischen Eltern, Kindern und Jägern bereits Freundschaften geschlossen worden!

Bildergalerie

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