Bericht vom Jagderlebnistag 2016

Am 21. Mai fand im Revier Straßenhaus der Jagderlebnistag 2016 – eine gemeinsame Aktion der Rhein-Zeitung und des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz - unterstützt von der Kreisgruppe Neuwied statt.

Um 15:00 Uhr trafen sich Kara Gerlach, Annika und Florian Hebbe, Nico Kröger, Jannis und Vanessa Kühnel, Lina Schmidt, Luis Spahlholz, Fynn Werhand, David und Diana Wetzer, Noah und Tom Winckler mit einem Eltern- oder Großelternteil in Straßenhaus, um dann gemeinsam zur Alexanderhütte ins Fockenbachtal zu fahren, die uns freundlicherweise für diesen Tag von Förster Sebastian Grobbel zur Verfügung gestellt wurde.

Der Vorsitzende unserer Kreisgruppe, Michael Proca, begrüßte die Teilnehmer, informierte über den geplanten Tagesablauf und wünschte allen einen erlebnisreichen und informativen Tag.

Zu Beginn zeigte Manfred Bröhldick, unser Obmann für die Jagdhundeausbildung, was in seinen Pointern steckt. Ein zuvor in der Wiese neben der Alexanderhütte Suchobjekt wurde zielsicher gegen den Wind aufgespürt und Pointer Kalle zeigte, wie es sich für einen Vorstehhund, dieses perfekt an. Die Suche konnten Eltern und Begleiter aus unmittelbarer Nähe verfolgen und bekamen so einen guten Eindruck davon, wie das Zusammenspiel von Jäger und Jagdhund funktioniert.

Dann ging es zurück zur Hütte und die Kinder wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe traf sich bei Julian Lisak, unserem stellvertretenden Obmann für Presse und Öffentlichkeitsarbeit und die zweite bei Klaus-Günther Grohmann, unserem Obmann für jagdliche Brauchtum.

Julian hatte bereits am Vormittag diverse Wildtierpräparate im Umfeld der Alexanderhütte platziert und führte nun seine Gruppe von Tier zu Tier. Dabei informierte er über die Eigenschaften, das Verhalten und Besonderheiten der einzelnen Tiere und beantwortete sach- und fachkundig alle Fragen der Kinder. Vor allem der Waschbärschädel erregte die Aufmerksamkeit der Kinder.

In der Gruppe von Klaus-Günther Grohmann trag man sich zum Jagdhornbau. Klaus-Günther war in Begleitung von Frau Angelika Dohle gekommen, die sowohl den Bau der Jagdhörner als auch das Erzeugen der ersten Töne bei den Kindern kräftig unterstützte. Ausgangsmaterial für den Jagdornbau waren jeweils ein Stück Wasserschlauch, ein handelsüblicher Trichter, ein Mundstück aus Kunststoff sowie etwas Klebeband. Sobald ein Horn fertig war, wurde geblasen und getrötet was das Zeug hielt. Der Hinweis von Klaus-Günther, dass jedes Kind natürlich sein Jagdhorn mit nach Hause nehmen konnte, hinterließ bei dem einen oder anderen Elternteil wohl etwas gemischte Gefühle. Nichtsdestotrotz hatte sowohl Kinder als auch Erwachsene viel Spaß an der Aktion.

Nachdem die Gruppen gewechselt hatten und letztendlich alle Kinder einmal Fuchs, Dachs, Wildschwein und Waschbär kennengelernt hatten, und nachdem jedes Kind nun sein eigenes Jagdhorn hatte, bereiteten sich alle, gestärkt durch Wildschweinsteaks vom Grill, auf den Abendansitz vor.

Jagdaufseher Rainer Gärtner und seine Jäger waren mittlerweile auch an der Alexanderhütte eingetroffen und jedem Jäger wurde ein Eltern-Kind-Paar für den Abendansitz zugewiesen.

Da alle Kinder unter Anleitung von Klaus-Günther Grohmann und Angelika Dohle bereits die ersten Töne auf den selbstgebauten Jagdhörnern blasen konnten, versammelten sich Groß und Klein mit Jagdhorn und bliesen gemeinsam „Aufbruch zur Jagd“.

Dann begann der wohl aufregendste Teil des Tages. Die zugewiesenen Hochsitze waren schnell erreicht und dann hieß es, Ruhe halten, Geduld haben und das Revier beobachten. Mit Ferngläsern wurden dann Wiesen, Felder und Waldränder beobachtet, in der Erwartung, dass sich Reh, Fuchs und Hase zeigen würden.

Gegen 20:30 Uhr trafen man sich wieder an der Hütte und die Kinder berichteten von ihrem Anblick, wobei bis zu 7 Rehe, ein Fuchs und ein Hase gesichtet wurden.

Michael Proca verabschiedete gegen 21:00 Uhr die kleinen und großen Teilnehmer, nicht ohne jedes der Kinder persönlich zur „Waldspürnase" zu ernennen und dies auch in Papierform zu beurkunden. Daneben erhielt jedes Kind noch ein Spiel, Infomaterial und ein LJV-Baseball Cap.

Ein besonderer Dank geht an die Jagdgenossen, Uwe Falkenburg, Dieter Vonau, Thomas Drebing, Heinz Simon, Volker Launspach, Thomas Becker, Julian Lisak, Marc Hümmerich, Rainer Gärtner und Stefan Jung, welche die Jagdgäste beim abendlichen Ansitz begleitet hatten.

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