Jahr des Hasen

Der Feldhase ist in 2015 das Wildtier des Jahres. Um seine Bedeutung in der Offenlandschaft zu unterstreichen, setzt ihn der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) in den Fokus seiner Bemühungen für mehr Artenvielfalt im Offenland.

In der ausgeräumten Kulturlandschaft haben es Hasen immer schwerer: Abwechslungsarme Nahrung und mangelnde Versteckmöglichkeiten setzen den Langohren zu. „Vor allem für die Feldreviere ist eine hohe Hasenpopulation ein Indikator für eine struktur-und artenreiche Landschaft“, erklärt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die Feldhasenbestände in den rheinhessischen Top-Hasen-Revieren 2013 um rund 22 Prozent gesunken. Die Zahlen beruhen auf den Zählergebnissen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (W.I.L.D.). Ein möglicher Grund für den Rückgang ist das kalte und feuchte Frühjahr 2013.

Um Jäger und Landwirte vor Ort bei der ökologischen Aufwertung von Lebensräumen zu unterstützen, bietet der LJV in Zusammenarbeit mit der Firma Saaten-Zeller in diesem Jahr ein Saatgutprogramm an. Mit einer speziell fürs Niederwild geeigneten Wildkräutermischung sollen wildtierfreundliche Lebensräume entstehen, die nicht nur dem Feldhasen zu Gute kommen. Im Rahmen dieser Aktion haben Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, zu deutlich vergünstigten Konditionen Saatgut zu bestellen, entsprechende Flächen anzulegen und auf diese Weise ideale Bedingungen für Hasen zu schaffen.

Durch die dadurch entstehende abwechslungsreiche Vegetation finden die Langohren Nahrung und Versteckmöglichkeiten vor Fressfeinden. „Vor allem Hasenmütter brauchen zur Aufzucht ihrer Jungen energiereiche Kleesorten. Denn nur so können sie eine fettreiche Hasenmilch bilden, die den Junghasen optimale Startbedingungen beschert“, so Michael. „Haben die Hasenkinder eine gute Konstitution, verkraften sie besser widrige Witterungsbedingungen.“

LJV-Präsident Michael ruft zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Bauern auf. „Die Akteure im ländlichen Raum sollten alle vom Gesetzgeber eingerichteten Förderprogramme nutzen, welche die Strukturvielfalt in der Kulturlandschaft erhalten und weiterentwickeln.“ Michael hat dabei vor allem die Vertragsnaturschutzprogramme im PAULa (Programm Agrar-Umwelt-Landschaft) und das sogenannte Greening im Blick. Greening besteht aus drei Maßnahmen: Anbaudiversifizierung, Dauergrünlanderhalt und ökologische Vorrangflächen.

Für die Anlage von biotopverbessernden Flächen ist es wichtig, dass sie mosaikartig auf der Fläche verteilt werden. Nur vernetzte Lebensräume bieten höhere Sicherheit vor Fressfeinden. „Ein Insel-Biotop, also ein Lebensraum ohne Anschluss an andere Lebensräume, ist eine ökologische Falle“, betont Michael. Raubtiere hätten so leichtes Spiel, denn sie wüssten aus Erfahrung, dass sie in solch einem Insel-Biotop am wahrscheinlichsten Beute machen können.
Fangjagd ist alternativlos Mit der Umsetzung von lebensraumverbessernden Maßnahmen muss aber gleichzeitig auch die Bestandsdichte von Beutegreifern wie Fuchs, Marder und Rabenkrähe gesenkt werden. Das vom LJV in den Jahren 2001 bis 2007 initiierte Niederwildhege-Projekt „Das Mögliche tun“ zeigte deutlich, dass nur der Mix aus Biotopverbesserungen und intensiver Raubwildbejagung eine artenreiche Kulturlandschaft ermöglicht. „Viele Prädatoren gehören zu den Gewinnern der ausgeräumten Kulturlandschaft“, sagt der Jäger-Präsident.

„Sie haben sich am besten an die vom Menschen geschaffene Umwelt angepasst und haben in deckungsarmen Landstrichen leichtes Spiel mit ihrer Beute.“ Für die nachtaktiven Raubtiere ist die sogenannte Fangjagd das Mittel der Wahl. „Der Einsatz der Falle ist eine effektive, selektive und tierschutzgerechte Jagdmethode, die helfen kann, den Beutedruck auf Hasen – aber auch auf andere Tierarten der Offenlandschaft – deutlich zu senken“, erklärt Michael. „Ohne Fangjagd ist effektiver Artenschutz nicht möglich!“ Hasen zählen Auch in diesem Jahr werden Jägerinnen und Jäger in rund 30 Referenz-Revieren in ganz Rheinland-Pfalz im Frühjahr und Herbst für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (W.I.L.D.) die Feldhasenbestände zählen. W.I.L.D. ist ein bundesweites Monitoring-Programm des Deutschen Jagdverbandes und seiner Landesverbände, mit dem Vorkommen, Bestandsdichte und Bestandsentwicklung von Wildtieren ermittelt werden. „Die wissenschaftliche Dokumentation der Feldhasenbestände ist uns Jägern ein wichtiges Anliegen“, erklärt Michael. „Nur so können wir Strategien für den Erhalt dieser Art entwickeln und fördern.“

Pressemitteilung des LJV NRW vom 12. März 2015

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