Schwarzwildbejagung

Liebe Jagdfreunde,

zunächst möchte ich Ihnen für das neue Jahr alles Gute wünschen, Gesundheit und viel Waidmannsheil!

Das alte Jagdjahr ist vergangen und die Jäger im Kreis Neuwied haben die Zeichen der Zeit erkannt und intensiv das Schwarzwild bejagt.

Besonders der Anteil der Frischlinge ist deutlich gestiegen, so konnten wir bis vor Weihnachten, über 900 ESP beprobte Frischlinge registrieren. im Vergleich zum letzten Jahr waren es nur 400! Sicherlich haben die 600 kostenlosen Frischlingsmarken, die uns von der Kreisverwaltung zur Verfügung gestellt wurden, motivierend dazu beigetragen.

Bei weiteren Gesprächen mit der Veterinärbehörde, wurden uns für das kommende Jahr 1000 kostenlose Trichinenmarken in Aussicht gestellt, die nach weiteren kreispolitischen Gesprächen, vermutlich Anfang Februar verteilt werden können! Dazu habe ich in Ihrem Namen der KV Neuwied, (hier: Frau Degenhard vom Kreisveterinäramt) , ein herzliches Dankeschön ausgesprochen!

Auch zahlreiche Gespräche mit dem Kreisbauernverband haben gezeigt, dass die Landwirte im Kreis unsere Bemühungen überwiegend anerkennen und den Schulterschluss mit uns Jägern in vielen jagdpolitischen Themen suchen! Hier sei insbesondere dem Vorsitzenden Ulrich Schreiber herzlich gedankt!

Warum ist es so wichtig das Schwarzwild noch schärfer zu bejagen?

Die Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest, die in den osteuropäischen Staaten mit hohen Aufwand betrieben wird, zeigt wenig Wirkung, im Gegenteil, sie breitet sich weiter aus! Impfstoffe sind noch nicht vorhanden und das Virus ist hoch infektiös.

Daher versuchen wir in Deutschland mit allen Mitteln die Einschleppung der ASP zu verhindern, hierbei kommt der Früherkennung eine bedeutende Rolle zu. Wenn wir das nicht schaffen wird beim ersten Virusnachweis eine Maßnahmenkette mit einschneidenden Folgen eingeleitet, die uns über Jahrzehnte die Freude an der Scharzwildjagd verleidet.

ASP-Virus ist äußerst widerstandsfähig

  • 200 Tage in Blut verseuchtem Erdboden
  • Über 4 Monate im Blut bei Raumtemperatur
  • 400 Tage in Schinken
  • Sechs Jahre in tiefgefrorenem Fleisch
  • Fäulnis und Sonne inaktivieren nur unzureichend
  • Desinfektionsmittel oder Hitzebehandlung(70° Grad) inaktivieren

Über die Übertragungsmöglichkeiten wurde bereits in der Fachpresse ausreichend informiert, daher möchte ich mich auf die Handlungsmöglichkeiten von uns Jägern beschränken.

Entscheidende Hinweise auf den Befall mit ASP erfahren wir nur über Fallwild oder krank erlegte Stücke, im Gegensatz zur ESP! Bei gesund erlegten Stücken ist die Wahrscheinlichkeit das Virus zu finden sehr gering.

Gerade von der genannten Zielgruppe wird dann eine Blut und Milzprobe entnommen, bei verwesten Stücken bluthaltige Flüssigkeit und vorhandene Organstückchen, die vom Landesuntersuchungsamt beprobt werden.

Welche Folgen hat der Ausbruch der ASP

Zum einen käme der deutsche Schweinemarkt zum Erliegen, zum anderen bedeutet das auch das Ende der regulären Schwarzwildbejagung! Ferner muss alles infektiöse Material aus dem Wald geschafft werden, im befallenem Gebiet muss kurzfristig die Schwarzwildpopulation drastisch gegen Null abgesenkt werden, dabei handelt es sich dann um tierseuchenrechtliches Liquidieren und nicht mehr um waidgerechtes Bejagen! Wir Jäger müssten einen extrem hohen Aufwand betreiben und alle Tierkörper in Sammelstellen verbringen wo sie dann beprobt werden.

Daher ist es enorm wichtig, im Vorfeld die Schwarzwildbestände stark abzusenken, denn je kleiner die Population desto geringer das Risiko, dass Schwarzwild mit dem Virus in Kontakt kommt!

Die ASP befällt nur Schweine, für den Menschen ist sie ungefährlich!

Mit der Veterinärbehörde der KV Neuwied, haben ich besprochen, dass wir im Januar 2018 eine „Task Force-Gruppe“ bilden, bestehend aus den 6 HGRL, dem KGV und dem KJM, sowie mit Vertretern des Veterinäramtes, um schon im Vorfeld die Standorte der Annahmestellen (je Hegering eine) festzulegen sowie notwendige Maßnahmen zu besprechen.

In diesem Sinne nützen Sie noch die Wintermonate und das kommenden Jagdjahr zur beherzten Schwarzwildbejagung, insbesondere die revierübergreifende Drückjagd ohne gewichtsbegrenzende Restriktionen aber unter Beachtung des Mutterschutzes, damit wir uns noch lange  an der reizvollen Schwarzwildjagd erfreuen können!

Kurt Milad

Kreisjagdmeister

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